DTV / TV Seen 2021-08-28 Jugend-Reisli Stein am Rhein

gem juk bld 2021 08 28 Reisli 1Wir trafen uns morgens in der Früh am Bahnhof Seen. Erfreulicherweise durften wir wie schon letztes Jahr eine sehr grosse Gruppe an Turner und Turnerinnen willkommen heissen. Mit knapp 70 Kindern machten wir uns auf. Nach einem kurzen Zwischenhalt in Winterthur quetschten wir uns in einen für solch eine grosse Gruppe etwas zu kleinen Turbo. Während wir Leiter noch einmal kontrollierten, ob alles okay war, begann für die Kinder ein lustiger Ausflug. Trotz einer leichten Schläfrigkeit wurden die ersten Witze gerissen, Geschichten erzählt und es wurde bereits fleissig Znüni gegessen. Der eine oder andere liess sich dabei doch ein wenig sehr viel Zeit, so dass man sich fragte, ob er bloss das Maskenmandat umgehen wollte.

In Stein am Rhein angekommen, spazierten wir zuerst durch die malerische Altstadt und begannen dann mit dem Aufstieg zum Schloss Hohenklingen. Die Sonne stand bereits hoch am Himmel und es schien ein wunderschöner Tag zu werden. Dass nicht alle gleich gerne wandern, wurde dann aber recht schnell bemerkbar. Mit ein bisschen Motivation und einer gelegentlichen Trinkpause erreichten wir aber schon bald unsere Grillstelle, gleich neben dem Schloss Hohenklingen. Unverzüglich richtete man sich ein und nun musste nur noch ein Feuer her. Mit der tatkräftigen Unterstützung der Kinder entstand in kürzester Zeit ein ordentliches Feuer. Noch ein wenig warten und wir konnten unsere Würste und Grilladen auf den Grill legen. Ein kleines Dankeschön geht hiermit auch all diejenigen, die aufpassten, damit nichts anbrannte.Während unser Essen grilliert wurde, konnten wir einen wunderschönen Ausblick über den Untersee, den Rein und die Stadt Stein am Rhein geniessen. Kurz darauf waren alle verpflegt. Zumindest vermute ich das, denn lustigerweise blieb am Schluss eine Bratwurst übrig, die wir niemandem zuordnen konnten. Ich hoffe also, dass diese Bratwurst bloss aus Versehen übrig blieb und niemand hungern musste.

Während die letzten noch das Essen genossen, tobte sich bereits ein Grossteil unser Jugendrieglern bei einem Fangnis aus. Mit den ersten aufziehenden Wolken beschlossen wir, dass es nun an der Zeit ist, den Weg in Richtung Ticiland anzutreten. Leider traten nun unsere Befürchtungen ein, es begann zu regnen. Was sich zuerst als einzelne Tropfen bemerkbar machte, entwickelte sich doch sehr rasch zu einem zünftigen Sommerschauer. Schlussendlich kamen wir ziemlich durchnässt im Ticiland an. Glücklicherweise waren viele Attraktionen des Ticilands in einer Halle untergebracht und konnten deshalb auch bei schlechtem Wetter genutzt werden. Die Gedanken an die nassen Schuhe und Kleider waren aber sehr vergessen und wichen der Vorfreude. Die Eingangstore des Ticilands öffneten sich und die Kinder strömten zu den Chilbibahnen. Für die nächsten paar Stunden wurde das Angebot vollends genutzt, jede Bahn wurde ausprobiert und von gewissen Bahnen schienen einzelne Kinder kaum genug zu kriegen. Zumindest schien es für uns Leiter so, als ob Attraktionen wie zum Beispiel die Achterbahn durchgehend von Seen-Kids genutzt wurden. Wohin man kam, überall sah man die gelben T-Shirts. Gelegentliche Schreie hallten durch die Halle. Die Kinder versicherten mir, dass dies bloss aufgrund der Freude ist oder mit Absicht geschrien wurde und sich niemand fürchtete. Ob das wirklich immer so gewesen war, ist fraglich, aber das lassen wir wohl besser so stehen.

gem juk bld 2021 08 28 Reisli 2Auch wir Leiter kamen nicht darum herum, die Bahnen zu besuchen und so fühlten wir uns zumindest für einen kurzen Zeitpunkt wie in unsere Kindheit zurückversetzt. Doch alles neigt sich früher oder später dem Ende zu und so wurde es auch für uns Zeit, das Ticiland wieder zu verlassen. Als Erinnerung gab es noch ein Gruppenfoto mit dem Maskottchen. Neben den vielen Seemern schlichen sich auch noch 2 weiter Gäste auf dieses Foto, die nicht zu unserem TV gehören. Viel Spass beim Suchen, vielleicht findet ihr die zwei fremden Gesichter.Wir machten uns auf den Rückweg und erreichten bald darauf Seen. Auch eine Jugireise nimmt irgendwann ein Ende. In Erinnerung blieb ein lustiger und erlebnisreicher Tag, den wir zusammen verbringen konnten. Wir freuen uns auf die nächste Jugireise.

Linus Baumberger