Frauen 2 2020-08-22 Turnfahrt

Die magische Eintägige von 8 bis 8
Acht Minuten nach acht Abfahrt W.thur HB-Wil-Lichtensteig-Mogelsberg, Baumwipfelpfad Mogelsberg, Spaziergang ins Dorf, Apero im Rest. Löwen, Mittagessen im Rest. Zum Rössli, Verdauungswackel/Bahnfahrt nach Rapperswil, Freilauf in der Rosenstadt, Schifffahrt nach Zürich, Bahnfahrt nach Winter¬thur, Ankunft acht Minuten nach acht, Schlumi im National.

--> FotosDTV FR2 BLD 2020 08 22 Turnfahrt 1

Ob Tarzan und Jane doch Nachkommen hatten? Man könnte es meinen, wenn man die Seemer Frauen beobachtet, wie sie sich durch die Baumwipfel hangeln! Nein, im Ernst, zum einen tragen sie modernes Wander-Outfit statt des Lendenschurzes und zum anderen führt anstelle der Lianen ein Pfad sicher durch die Baumkronen. Der Walderlebnisweg Neckertal im Toggenburg ist einzigartig: 124 massive Rundholzstützen bzw. 14000 Holzteile halten die spektakuläre Konstruktion zusammen. Auf 500 Metern Länge und bis 50 Metern Höhe spüren die Besucher die Magie der Baumriesen, erfahren die Geheimnisse von Wald und Natur und geniessen einen herrlichen Ausblick über das Neckertal bis in den Schwarzwald. Einfach magisch! Nach dem eindrücklichen Rundweg in luftiger Höhe tut ein heisser Kaffee gut – tüppiges Sommerklima ist's ja nicht gerade. Es wundert kaum; selbst die Kaffeebecher sind aus „Thermoholzkarton“. Alles in der weitläufigen Erlebnisanlage bis hin zum Abfallkübel ist aus – Holz.

Ein kurzer Hupf nur ist's hinunter ins Dorf Mogelsberg. Viele neue Einfamilienhäuser umschliessen die wenigen schon Jahrhunderte alten Toggenburger Häuser. Es ist Samstagmorgen, der 800-Seelen-Ort döst noch. Was nun – Daumendrehen bis zum Mittagessen? Sicher nicht! Direkt vor der Nase lockt der „Löwen“ am Dorfplatz zum Apero, schön am Schermen unter einer Laube – und die Drinks sind fein und ziemlich bunt. Und glaubt mir, richtig fein bleibt es. Das Gasthaus „zum Rössli“ lässt einem staunend davor verharren. Der anfangs des 18. Jahrhunderts ganz aus Holzbalken errichtete Prachtbau (Strickbau) wird seit 1786 als Gaststätte geführt und verwöhnt die Gäste mit feinsten Speisen und edelsten Säften, ein Genuss – magisch!

Einmal wird es halt doch Zeit für die Weiterreise. Pünktlich zum Verdauungswackel und kurzen Bahnfahrt besinnt sich gar die Sonne eines Besseren. In der Rosenstadt Rapperswil ist's schon „kurzärmelig“, es herrscht reger Betrieb. Zu den ohnehin zahlreichen Sehenswürdigkeiten gesellen sich auf dem Fischmarktplatz 60 bunt bemalte Elefanten-Skulpturen; ein Projekt des Artenschutzes für bedrohte asiatische Elefanten durch die Knie's. Im Rosengarten beim Kapuzinerkloster blüht und duftet es verschwenderisch und an der Seepromenade sind alle Bänkli in Beschlag genommen von den Ausflüglern. Rasch sind die 30 Minuten Freilauf aufgebraucht, es heisst Leinen los zum „Schiffli fahre uf em See“. Unter sprudelndem Getöse drückt sich die „Wädenswil“ von der Anlegestelle weg auf den gleissenden Wasserspiegel. Herrlich: In der tiefstehenden Abendsonne vorne im Spitz des Schiffs höckle, etwas knabbern, die allmählich zufallenden Augen hinter der Sonnenbrille verstecken und sich ganz entspannt gen Zürich wiegeln lassen – magisch!

Moni Rüegg und Rös Ruf haben „die magische Eintägige von 8 – 8“ für die Frauen 2 zusammengestellt und allen einen wunderschönen Tag geboten. Wir sagen nochmals ganz, ganz herzlichen Dank!DTV FR2 BLD 2020 08 22 Turnfahrt 2

Uschi Boo