Turnriege 2019-01-26 Skiweekend

Am Wochenende vom 26. und 27. Januar fand das Skiweekend der Turnriege in Alt St. Johann statt. Dieses Mal sind mit dem TV Veltheim und dem TV Pflanzschule gleich zwei andere Vereine mitgekommen.

tvs tur bld 2019 01 26 skiweekend 1Nachdem letztes Jahr wegen einer Grippewelle nur eine bescheidene Anzahl an Turnern nach Alt St. Johann ans Skiweekend reiste, hatten wir dieses Jahr mit 32 Teilnehmern wieder eine deutlich bessere Quote. Noch ziemlich müde, aber voller Vorfreude bestiegen wir frühmorgens den Zug in Richtung St. Gallen. Auf den ersten beiden Etappen Winterthur – Wil SG und Wil SG – Wattwil war es dementsprechend ruhig. Im Postauto nach Alt St. Johann jedoch, wachten auch die letzten auf und fingen an sich mit Musik in Skihüttenstimmung zu bringen. Anscheinend hatte der Postautochauffeur keinen Gefallen daran. Kaum hörte er die ersten Töne aus den Musikboxen, machte er eine sehr gehässige Durchsage, wir sollen endlich still sein, dies sei verboten, etc. Gewisse Leute bemängelten im Gegenzug lautstark die «Affenhitze» im Poschti und wollten, dass er zuerst die Heizung ausschalten sollte. Da sich der Chauffeur jedoch auf keinen Deal einliess und keiner von uns den Berg mit den Skiern hinauflaufen wollte, leisteten wir nur bedingt Wiederstand, schalteten die Musik wieder aus und hofften, dass wir die Sauna bald verlassen konnten.

Endlich im Skihaus angekommen, war das Verlangen nach den Ersten Abfahrten in diesem Winter bei den einen so gross, dass sie sich nach dem Zimmerbezug gekonnt von der sicherlich sehr interessanten und äusserst informativen Rede von Samantha in Richtung Skipiste davonschlichen. In einer ganz anderen Liga spielte aber André: Er als Jurassier hatte einen Schneeentzug sondergleichen. Anders kann ich mir nicht erklären, dass er bei seiner ersten Abfahrt übermütig wie ein junger Stier eine kleine Schanze «ausprobierte». Er mag zwar einer der Besten Skifahrer in unserem Verein sein, das mit dem Skispringen sollte er jedoch besser bleiben lassen. Das Resultat war ein Salto vorwärts mit einer Schulterlandung auf seinen Skiern. Leider hielt die Schulter diesen Belastungen nicht stand. Das hielt unseren (fast) unzerstörbaren Krieger jedoch nicht davon ab, die Skipiste zum Doktor ohne jegliche Hilfe hinunterzufahren. Nachdem die Schulter wieder eingekugelt worden war und André eine Schlinge erhalten hat, ist er rechtzeitig auf das Mittagessen wieder zu uns gestossen. Selbstverständlich mit Skiern, denn schliesslich war die Tageskarte gelöst und die Schneeverhältnisse so gut wie schon lange nicht mehr.

So nun aber genug der heldenhaften Geschichten, der Rest der Truppe hatte sich mit mehr oder weniger schlechtem Wetter herumzuschlagen. Aber wir wollen hier nicht nörgeln, hatte es in diesem Jahr doch endlich einmal ausreichend Schnee. Wie jedes Mal trafen sich am Schluss alle im Zinggen Pub für den beliebten Après-Ski. Als auch die letzten schliesslich unten im Skihaus eingetroffen sind, war es schon ziemlich dunkel. Böse Zungen behaupten unser Präsident sei zum ersten Mal dem sagenumwobenen Kuhzaun auf der Talabfahrt begegnet und er habe vor lauter Freude eine Rolle vorwärts gemacht, mit dem Gesicht voran, im Schnee, versteht sich…
Fabio hat sich wieder einmal bereit erklärt, mit einer Gruppe uns zu verköstigen. Er hat dies mit einem Salat und Safranrisotto auch hervorragen getan. Wer nach der Monsterportion doch noch Hunger hatte, konnte sich den Bauch anschliessend mit selbstgemachten Desserts vollschlagen. Den Abend haben wir mit Spiele spielen, Töggelen, Pingpong-Rundlauf und Singen ausklingen lassen.

Am Sonntag waren das Wetter und die Sicht dann deutlich besser. So waren denn auch fast alle pünktlich am Morgenessen erschienen. Ein Novum, sind doch sonst die Veltemer für ihren ausgiebigen und tiefen Schlaf bekannt. Der 2. Tag gestaltete sich ziemlich individuell, während die einen schier nicht mehr von der Piste zu kriegen waren, genossen andere die Sonne im Liegestuhl. Treffpunkt war dann wieder das Zingge Pub, bevor es später hinunter ins Skihaus ging. Dieses musste noch geputzt und abgeben werden. Als auch die letzten Essens- und Getränkereste verteilt worden waren, ging es dann wieder auf den Heimweg. Auf dem Zug nach Winterthur wurden nochmals die letzten Kraft-, Trink- und Gesangsreserven ausgepackt, was der Schöne Abschluss von einem gelungenen Skiweekend bedeutete.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Samantha Fischer herzlichst für die Organisation des Skiweekendes, bei Fabio Cescato für das wunderbare Essen und bei allen Fahrern für den Materialtransport bedanken! André Burkhalter wünsche ich eine gute und rasche Genesung!

Für alli Teilnehmer: Michael Binder