Männer  2018-09-14  Turnfahrt

TVS MAN BLD 2018 09 14 Turnfahrt 1Los ging die Turnfahrt der Männerriege für die meisten um 06.44 Uhr am Bahnhof Seen. Am HB Winterthur gesellten sich ein paar weitere Teilnehmer hinzu, so dass alle 19 Gemeldeten die weitere Reise antreten konnten. Umsteigen in Zug und Weiterfahrt mit der Regiobahn an unser Ziel Brunnen. Ein kurzer Fussmarsch brachte uns an den Vierwaldstättersee und zum Hotel „Schmid und Alfa“. Eine kleine Blondine übergab uns die Zimmerschlüssel und informierte uns über den Zimmerbezug. Sie schickte uns zu einem schmalen Treppenaufgang, der zu den Zimmern hinauf führte. Wir ahnten noch nicht, dass Treppen an diesem Tag noch eine bedeutende Rolle spielen würden. Nach einem Startkaffee teilte sich die Teilnehmerschar in zwei Gruppen auf: die eine fuhr mit dem Schiff nach Sisikon, wo für sie die Wanderung begann, die andere trat den Aufstieg nach Morschach an. Der gut ausgebaute Weg stieg nie sonderlich steil an und nach rund einer Stunde erreichten wir das Dorf. Da es offene Restaurants gab, kehrten wir natürlich ein. Nach einer flüssigen Stärkung ging‘s weiter. Nur weil wir am Wegrand eine einladende Bank mit Tisch antrafen, nahmen wir zur Unzeit (11.36 Uhr!) das Mittagessen ein. Dazu kredenzte uns Ruedi eine Flasche Roten. Besten Dank! Danach folgte der steile Abstieg nach Sisikon. Einkehren war noch kein Thema. Das konnte bis zur Tellsplatte warten. Der Weg nach Flüelen erscheint auf der Karte als roter Strich dem See entlang – eine bequeme Sache also. In Tat und Wahrheit entpuppte sich die Wegführung als ein wiederholtes Treppauf, Treppab. Das konnte uns zwar nicht erschüttern, ging jedoch mächtig in die Beine.

Bei der Tellsplatte mussten wir erkennen, dass wir den Gaststubenbesuch bis nach Flüelen verschieben mussten. Die Beiz hatte dicht gemacht. Deshalb hielten wir flott auf Flüelen zu. Im ersten offenen Restaurant trafen wir auf die Gruppe „Sisikon-Flüelen“ und wir nahmen die verschiedenen Hinweise auf die vielen Treppen zur Kenntnis. Auf 17 Uhr waren wir dann beim Schiff unten und wir konnten auf der Rückfahrt nach Brunnen die müden Beine entspannen. Uns wurde gleichzeitig bewusst, dass das Wetter es sehr gut meinte mit uns. Die vorgängige Prognose verhiess eine eher feuchte Angelegenheit.

Der gemütliche Teil begann mit dem von Ernst Moser spendierten Apero, der für seinen langjährigen Einsatz im Dienste der Männerriege gedacht war. Mit dem anschliessenden Abendessen im Hotel waren wir einhellig sehr zufrieden. Die meisten siedelten dann zur Bar über, wo wir den Apero eingenommen hatten. Zur Sprache kamen nochmals die Themen des Tages (z.B. Treppen), dazu aber auch viel Belangloses. So soll’s auch sein. Der Durst war dann irgendwann gelöscht und wir konnten uns schlafen legen.

TVS MAN BLD 2018 09 14 Turnfahrt 2Tag 2 begann für beide Gruppen (in leicht veränderter Zusammensetzung) mit einer Schifffahrt über den Urnersee. Gruppe 1 (die frühe) fuhr mit der Seilbahn nach Seelisberg. Sie hatte den Abstieg nach Bauen vor sich, der wiederum mit gefühlten 1000 Treppenstufen (laut Aussage) bestückt war. Mittagessen gab es für sie in Bauen mit anschliessendem Marsch nach Flüelen.

Gruppe 2 teilte sich in zwei Fraktionen auf. Die eine betrat in Bauen gleich das Restaurant und erfreute sich in der Folge an Bootsfahrten. Die andere, kleinere Fraktion nahm den „Weg der Schweiz“ unter die Füsse (analog der Gruppe 1 später), kehrte kurz in Isleten ein und musste sich bis Seedorf gedulden bis es zu Mittag gab. Mit entsprechendem Appetit war es besonders gut. Auf dem verbleibenden Wegstück konnten wir feststellen, dass im Reussdelta einiges getan wurde, damit sich die Vogelwelt wohlfühlt.

In Flüelen traf sich dann die gesamte Reisegruppe. Wir waren früh an Zeit. So ergab sich ein Häppchen hier ein Bierchen dort. Um 17.10 Uhr bestiegen wir die Regiobahn, stiegen in Arth-Goldau um und erreichten via HB Zürich Winterthur, wo sich unsere Teilnehmerschar auflöste und die Reise für die meisten in Seen zu Ende ging. Wir erlebten viel Gefreutes, Lustiges und Gott sei Dank nichts Unangenehmes. Auf jeden Fall – vielen Dank den Organisatoren.

Karl Wisser