Frauenriege 1  2018-08-25  Turnfahrt Ostschweiz „Mostindien“

Die vergangenen Monate waren ja sehr schön und heiss. Es musste auch mal anders kommen. Leider war das Wetter für das Wochenende 25./26. August nicht sonderlich gut angesagt. So packten wir Regenbekleidung und Schirm ein, dafür weniger Proviant. Picknicken im Freien war nicht angesagt es gab genügend Restaurants auf dem Weg durch die Ostschweiz.
1. Tag, 25. August 2018DTV FR1 BLD 2018 08 25 Turnfahrt 1

Die ÖV brachten uns nach Brunnadern. Im Kafi Kuhn stärkten wir uns schon mal für die Wanderung. Welche Variante nehmen wir? Die 4-stündige über die Wilkethöhe bis Degersheim oder die 2-stündige ans gleiche Ziel? Doris wollte trainieren für die bevorstehende Erklimmung des Säntis, so solidarisierten sich fast alle und nahmen den steilen Aufstieg unter die Füsse. Dies bekam sie auch immer wieder zu hören: „Wäge dir sind mir…“ und „..du bisch Schuld…“. Drei Teilnehmerinnen begaben sich auf den easy Wanderweg. Daniela, unsere Organisatorin kündete an, dass der 4-stündige Weg nur anfangs etwas „stutzig“ sei, doch die Landschaft im Appenzellerland ist bekannt für „ufä, abä, ufä, abä, wir kamen ins Schwitzen und wurden nicht nur von oben nass.

Der Weg zur Wilkethöhe war steil und der Wind vermischt mit Regen machte den Aufstieg auch nicht angenehmer. Oben angekommen – oh nein, der Nebel ist mit uns aufgestiegen, also nichts von dem von Daniela versprochenen Panorama. Die Tafel mit den verschiedenen Bergen, die man normalerweise erspähen kann, war breit und reichte bis zur Rigi. Aber auch der dort deponierte Feldstecher brachte kein besseres Resultat zustande, wir sahen nur Watteberge.

Der steile Abstieg war nicht ungefährlich. Claudia H. kam trotz gutem Schuhwerk ins Rutschen und küsste schlussendlich nur noch den vor dem Abgrund stehenden Baum. Auch Alice kam nicht ohne „Schrammen“ davon. Mit den Turnfrauen auf Wanderung und das bei Regen zeigt jeweils ein amüsantes Bild. Wie ein Tatzelwurm bewegten sich die bunten Schirme den Berg hinauf und wieder hinunter. Und dank der Regenschirme erkannten wir Joli und Helena schon von weitem. So trafen wir auf halbem Weg die 3 Easy-Wanderer und nach einem weiteren Anstieg trafen wir tropfnass im Gasthaus Fuchsacker Degersheim ein, wo wir uns endlich stärkten konnten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch keine wirkliche Essenpause eingelegt. Mirj munterte das Tischset wieder auf mit den Biersprüchen; „die Modebewusste trägt diesen Sommer einen Harass Bier“.

Nach der letzten, kurzen Etappe - natürlich wieder mit einem Aufstieg -, erreichten wir unser Nachtlager, das Hotel Wolfensberg. Dort wurden wir von unseren beiden trocken gebliebenen „Nachzüglern“ Frieda und Gabi empfangen und gemeinsam beschworen wir mit dem Aperò; Rosmarin, Gin und Grapefruitsaft; Petrus, er möge uns am Sonntag von Regen verschonen. Zum Nachtessen erwartete uns ein feines 3-Gang-Menü. Im grossen Essensaal war auch noch eine muntere Schar einer Männerriege anwesend. Einer dachte, er möge uns mit seinem Gesang begleitet von seiner Handharmonika eine Freude bereiten. Aber o weh! Dieses Gedudel vertrieb uns und wir liessen den Abend in der Gaststube bei Spiel und Trank ausklingen.

2. Tag, 26. August 2018DTV FR1 BLD 2018 08 25 Turnfahrt 2

Der gemütlichere Teil unserer Reise per Velo begann um 10 Uhr bei schönem Wetter. Denkste gemütlich. Nachdem wir die von Rent a Bike zum Hotel gelieferten Drahtesel gepackt hatten ging es erst mal abwärts los. Alle Turnerinnen wollten die Velotour mit einem gewöhnlichen Bike in Angriff nehmen. Nur eine machte es sich auf dem E-Bike gemütlich. Schon beim ersten Aufstieg lohnte sich der Aufpreis. Joli konnte mit Leichtigkeit und in Windeseile die ganze Gruppe überholen und sich oben am Bergli bereithalten, die schwitzenden Turnkolleginnen zu empfangen. Dafür empfing sie uns mit einem fröhlichen Lächeln.

DTV FR1 BLD 2018 08 25 Turnfahrt 3So fuhren wir durch hübsche kleine Dörfer und schmucke Weiler, welche das Landschaftsbild unserer Velotour durch Mostindien mit reich behangenen Obstplantagen prägten. In einer gemütlichen Waldbeiz oberhalb Bischofszell verköstigten wir uns, es gab Würste vom Grill und feine Süssigkeiten. Bei der Abfahrt von der Waldschenke hat sich Mirjam so richtig ins Zeug gelegt. Daraus folgte ein Problem mit dem Hinterreifen, welches sich darin zeigte, dass sie plötzlich kaum mehr vom Fleck kam. Da wir aber einige fähige Velomechanikerinnen dabei hatten, konnte Mirjam nach kurzer Zeit ohne Probleme, “auch ohne den fehlenden Akku“, weiterfahren, die Helferinnen aber leider mit schmutzigen Händen.

Nach einem kurzen Abstecher ins schmucke Städtchen Bischofszell fuhren wir weiter dem Bodensee entgegen, diesen sahen wir dank der guten Aussicht schon von Weitem. Unterwegs mussten wir uns noch zwischen den Teilnehmern des Slow Up durchschlängeln. In Romanshorn brachten wir die Fahrräder zur Rente a Bike Station zurück und genossen im Hafenrestaurant auf der Terrasse noch ein feines Glace. Bald schon wartete der Zug auf uns und brachte die fröhliche kleine Turnerinnenschar wohlbehalten nach Winti zurück.

Danke Daniela für die Organisation, es war wie immer cool.

Die Berichteschreiberinnen:
Gabi, Claudia H. , Claudia Z., Ursi, Frieda, Ruth, Joli, Mirj, Doris und Vreni